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Trotzt allen Widrigkeiten: Privattüftler Gerhart Wissel mit einer Zeichnung seines »e-Hikers«
Foto: Felix Kästle / dpa
Im vergangenen Jahr sorgte der »Turbo-Rollator« für Schlagzeilen: Die (stark) motorisierte Gehhilfe mit Schneeketten von Gerhart Wissel,einem betagten Tüftler aus Überlingen am Bodensee (lesen Sie hier mehr über Wissels Erfolg). Doch solche Geschichten sind selten geworden.
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Wissel mit seinem Turbo-Rollator
Foto: Felix Kästle / dpa
Privatpersonen melden in Deutschland einer Studie zufolge immer weniger Patente an. Seit der Jahrtausendwende sei die Zahl der von freien Erfinderinnen und Erfindern eingereichten Patente um gut 75 Prozent eingebrochen,berichteten die Zeitungen,die zur Mediengruppe Funke gehören. Sie beziehen sich dabei auf die jährliche Patent-Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Nach den jüngsten vorliegenden Zahlen gab es demnach 2022 noch 2160 Patentanmeldungen von Privatleuten.
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Die Gründe des Rückgangs sind vielfältig. Zum einen sinkt die Zahl der Menschen mit mathematischen und naturwissenschaftlichen Kenntnissen. Das Reservoir potenzieller Erfinder schrumpft also. Hinzu kommt die Krise in den traditionellen Paradesektoren der deutschen Wirtschaft,dem Fahrzeug- und Maschinenbau.
IW-Experte Koppel erklärt den Rückgang zudem mit dem drastisch vergrößerten Wissen,das es schlicht immer schwieriger mache,etwas wirklich Neues zu erfinden. »Die Komplexität der Erfindungen ist gestiegen,und Garagentüftlern fällt es zunehmend schwer,die Neuheitsschwelle zu überspringen.«
beb/afp