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BASF in Ludwigshafen am Rhein

Foto: Herrmann Agenturfotografie / IMAGO

Das extreme Niedrigwasser am Rhein beeinflusst auch die Produktion des Chemiekonzerns BASF. Mit jeder weiteren Woche der Dürre steige das Risiko von Produktionsunterbrechungen,sagte Vorstandschef Markus Kamieth laut der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Konzern habe einzelne Produktionen schon zurückfahren müssen,aber noch nicht in einem außergewöhnlichen Umfang. »Und wir haben auch schon unsere Kunden informiert,dass wir bei einigen Produkten nicht mehr voll ​lieferfähig sind.« Dennoch halte sich die Lage im Rahmen,da der Konzern deutlich besser auf Wetterextreme vorbereitet sei als im ⁠Dürrejahr 2018.

Die Pegelstände des Rheins waren ‌am Wochenende auf ​neue Rekordtiefs gesunken. Am wichtigen Engpass im rheinland-pfälzischen Kaub fiel der Wasserstand am Freitagabend auf nur noch sechs Zentimeter und lag damit deutlich unter ​dem bisherigen Tiefstwert von 25 Zentimetern aus dem Jahr 2018. ⁠Ein Großteil des Güterverkehrs auf der wichtigsten ​europäischen Wasserstraße wurde ​daher auf Lastwagen und Züge verlagert.

Schon Ende Juli ⁠hatte Kamieth größere Auswirkungen auf das Unternehmen ausgeschlossen,allerdings vor Störungen in den europäischen Lieferketten gewarnt. In der vergangenen Woche hatte der Konzern erste Lieferengpässe eingeräumt. Um die Versorgung des Stammwerks in Ludwigshafen aufrechtzuerhalten,das rund ‌40 Prozent seiner Rohstoffe über den Fluss bezieht,setzt das Unternehmen neben speziellen ​Niedrigwasserschiffen verstärkt auf Lastwagen und ‌die Schiene.

Um die Logistik dauerhaft robuster aufzustellen,baut BASF das Kombiverkehrsterminal in Ludwigshafen aus. Für das bereits im Frühjahr angekündigte Projekt setzte Kamieth am Montag den symbolischen Spatenstich. Das Terminal gehört zu den größten Straße-Schiene-Umschlagplätzen Europas. Täglich werden dort mehr als 1000 Ladeeinheiten umgeschlagen,auch für externe Kunden. BASF investiert einen ‌niedrigen dreistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung. Der Bund fördert das Projekt mit knapp 51 Millionen Euro.

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Wie das Niedrigwasser Unternehmen lähmt und die Preise treibt,lesen Sie hier.

hba/Reuters

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