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Von der Oberfläche bis zum Kern, Stadterneuerung entwirft ein neues Bild für den 15. Fünfjahresplan

2026-07-09    

„Wurde Ihre Wohnsiedlung schon modernisiert?“, „Diese alte Fabrikhalle ist ja jetzt voll im Trend!“ ... Solche Gespräche gehören inzwischen zum Alltag auf den Straßen chinesischer Städte. Während sich die Urbanisierung Chinas von einer Phase rasanten Wachstums zu einer stabilen und qualitätsorientierten Entwicklung wandelt, befindet sich auch die Stadtentwicklung im Übergang von massiver Neubau Expansion zur Aufwertung und Effizienzsteigerung des bestehenden Bestands. Vor kurzem hat der Staatsrat den „Der Plan zur Stadterneuerung während des 15. Fünfjahresplans (2026-2030)“ veröffenlicht. Er zeichnet eine klare „Fahrplan“ für die Stadterneuerung der nächsten fünf Jahre, die sich an den drei Dimensionen Volkswohlstand, Entwicklung und Sicherheit orientiert. Von der „Verjüngung“ alter Wohnviertel über die Stärkung der unterirdischen Infrastruktur bis zur belebenden Umnutzung ungenutzter Räume unter Bewahrung ihres historischen Erbes. Eine Stadterneuerung, die sowohl die äußere Erscheinung als auch die innere Substanz betrifft, schreitet stetig voran.

 

Lebensqualität der Bevölkerung an zuerst, alte Wohnviertel erleben einen neuen Frühling

Im Mittelpunkt der Stadterneuerung steht stets der Mensch. Während des 14. Fünfjahresplan Zeitraums wurden landesweit 240,000 alte Wohnviertel modernisiert, wovon über 100 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner profitierten. Im 15. Fünfjahresplan setzt der neue Plan weiterhin auf die Priorität von Projekten zur Verbesserung der Lebensbedingungen. Er sieht den Neubeginn von Sanierung an 115,000 alten städtischen Wohnvierteln vor. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der gezielten Zustandsuntersuchung von Vierteln, die vor mindestens 20 Jahren erbaut wurden. Dabei erhalten Projekte mit identifizierten Sicherheitsrisiken und starkem Sanierungswillen der Bewohner Vorrang.

 

Die Modernisierung geht weit über bloße Schönheitsreparaturen wie das Neuanstreichen von Fassaden oder die Erneuerung von Straßenbelägen. Es handelt sich um eine systematische „Innen- und Außensanierung“. Die Maßnahmen umfassen drei Kategorien: grundlegende Infrastrukturprojekte, funktionale Ergänzungen und qualitative Aufwertungen. Dazu gehören nicht nur der Einbau von Aufzügen und der Austausch veralteter Rohrleitungsnetze, sondern auch darum, Versorgungslücken in der öffentlichen Infrastruktur zu schließen, etwa bei Seniorenbetreuung oder Kindertagesstätten. Um das neue Problem der Parkplatznot zu lösen, sieht der Plan vor, in Altstädten zusätzlichen Parkraum zu schaffen und den Bau von kompakten, mehrgeschossigen Parkhäusern zu fördern. Auch die Finanzierung steht. Für 2026 stellt der Bund über den zentralen Haushalt 97 Milliarden Yuan für die Stadterneuerung bereit.

 

Den Kern stärken, widerstandsfähige unterirdische Infrastruktur schaffen

Die Sanierung alter Wohnviertel prägt das äußere Bild einer Stadt. Die unterirdischen Netze aber bilden ihren Kern, sie sind entscheidend für die Qualität einer Stadt. Der Plan setzt daher auf mehr Sicherheit und Widerstandsfähigkeit. Konkret sollen in den nächsten fünf Jahren rund 770,000 Kilometer an städtischen Leitungen für Gas, Abwasser, Trinkwasser und mehr neu gebaut oder saniert werden.

 

Dieses Großprojekt soll Investitionen von etwa 5 Billionen Yuan anziehen und jährlich rund 2,8 Millionen Arbeitsplätze schaffen. Noch wichtiger ist, dass die Form der Sanierung sich ändert. Die Städte setzen nicht mehr auf den alten Ansatz „viel bauen, wenig verwalten“. Sie gehen jetzt nach dem Prinzip „Erst prüfen, dann sanieren“ und setzen verstärkt auf intelligente Technik. Mit IoT-Sensoren und Überwachungsplattformen für die „Lebensadern der Stadt“ werden Risiken im Boden sichtbar und vorhersagbar. Das bedeutet den Wandel von reaktiver Gefahrenabwehr zu vorbeugendem Schutz.

 

Bestehende Flächen nutzen: Brachliegenden Räumen neues Leben geben

Stadterneuerung ist mehr als Reparatur. Sie schafft Raum und neue Impulse für die Entwicklung. Der Plan sieht vor, den gesamten Bestand an städtischen Vermögenswerten umfassend zu erfassen und brachliegende oder ineffizient genutzte Räume intensiv wiederzubeleben. Zum Beispiel leer stehende Fabrikhalle, ungenutzte Büros und ineffizient genutzte öffentliche Gebäude. Die grundlegende Idee dahinter ist, die bisherigen strengen Beschränkungen der ausschließlichen Nutzungsart von Grundstücken aufzubrechen und durch neue Regelungen „leere Räume“ mit „Menschen, die Platz brauchen“ zusammenzubringen.

 

In der Praxis sind die Wege zur Wiederbelebung alter Stadtviertel und Fabrikgelände besonders vielfältig. In den nächsten fünf Jahren werden landesweit 1,500 solcher Areale aufgewertet und modernisiert. Einige von ihnen werden mit neuen Wirtschaftsformen aus Technologie und Kreativkultur bespielt und zu Innovationszentren umgewandelt. Andere verbinden neues Leben mit alten Mauern. Sie werden zu neuen kulturellen und touristischen Zielen, die die Erinnerung an die Stadt bewahren. Gleichzeitig soll ein Teil des bestehenden Wohnungsbestands aufgekauft und in bezahlbaren Wohnraum umgewandelt werden. Das vermeidet Ressourcenverschwendung und hilft vor allem Neubürgern und jungen Menschen bei der Wohnungssuche. Diese maßgeschneiderte, an den Einzelfall angepasste Nutzung bietet wertvollen Spielraum für die Verbesserung der Stadtfunktionen und den Aufstieg der Wirtschaft.

 

Das Bild der Stadterneuerung für den 15. Fünfjahresplan hat sich bereits entfaltet. Sie erfüllt die einfachen, aber tiefgehenden Erwartungen der Menschen an ein sicheres und erfülltes Leben und trägt zugleich die große Vision des städtischen Wandels und Aufbruchs in sich. Wenn die verschiedenen Maßnahmen konsequent umgesetzt werden, wird sich das Bild einer lebenswerteren, widerstandsfähigeren und intelligentereren modernen Stadt Schritt für Schritt vom Plan in die Realität verwandeln.

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