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Neue Bargeldauflage für manche Geschäfte In Schweden wollen sie zurück zu Münzen und Scheinen

2026-07-02     https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/schweden-laeden-muessen-wieder-bargeld-annehmen-a-a66483d1-23b8-4fad-820c-2cacd53f2ebb HaiPress

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Bargeld in einem schwedischen Supermarkt

Foto: Mikael Sjoberg / Bloomberg / Getty Images

Lebensmittelgeschäfte und Apotheken in Schweden müssen ab sofort wieder Bargeld annehmen. Hintergrund ist eine Gesetzesänderung in dem skandinavischen Land,um etwa in Krisen besser gegen technische Ausfälle gewappnet zu sein.

Ein weiterer Grund für die Maßnahme ist,dass Menschen nicht ausgeschlossen werden,die nicht mit digitalen Bezahlformen zurechtkommen.

In vielen Supermärkten im Land können die Menschen ohnehin noch mit Bargeld zahlen. »In manchen Situationen,wenn die Technik streikt,können Münzen und Scheine die einzige Bezahlform sein,die funktioniert«,sagte Carlos Cancino von der Supermarktkette Coop der schwedischen Nachrichtenagentur TT.

Weil die große Mehrheit der Schweden sonst ohnehin am liebsten ohne Bargeld zahlt,ob mit Karte oder Handy,rebellieren laut TT einige Läden gegen das neue Gesetz. Demnach haben einige bereits angekündigt,sich nicht daranzuhalten.

Zahlreiche Ausnahmen

Ein großes Bargeld-Comeback ist die Gesetzesänderung deswegen eher nicht. Von der Regel gibt es zudem zahlreiche Ausnahmen. Für Supermärkte zum Beispiel,in denen es gar keine bemannten Kassen mehr gibt,oder Läden,in denen die Annahme von Bargeld Mitarbeiter gefährden würde. Händler können sich außerdem auf die Kosten eines Bargeld-Systems berufen. Mehr als 25 Münzen müssen die Läden nicht annehmen. Und: Inwiefern Verstöße gegen die neue Regelung geahndet werden,ist nicht klar.

Die Bargeldnutzung geht in Schweden seit vielen Jahren zurück. In einer Umfrage der schwedischen Reichsbank gaben im vergangenen September nur fünf Prozent der Befragten an,ihren letzten Einkauf bar bezahlt zu haben. In einer anderen Umfrage gaben 27 Prozent der Menschen an,ganz ohne Bargeld auszukommen.

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Für den Krisenfall empfiehlt die Reichsbank den Schwedinnen und Schweden aber seit einiger Zeit,neben mehreren Bankkarten und dem Bezahldienst auf dem Handy umgerechnet rund 90 Euro Bargeld zu Hause aufzubewahren.

hba/dpa

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